Vivat Vita
Montag, 2. Mai 2011
La ville de mon choix
Was macht den Reiz aus, bei einer Stadt wie Dresden? Es kann doch nicht allein an Historie, Kunstschätzen, eben dem guten Ruf Dresdens liegen. Es ist zwar beeindruckend, wie man plötzlich in Läden fündig wird die man in Chemnitz auch besucht. Wo man ein und eben auch wieder aus geht. Und genau da liegt das Problem. Man kommt und geht - und geht ohne zu kaufen. Zu dünn die Auswahl, was im Schaufenster steht gibt es, alles weitere eine Zugabe, man kann doch nicht mehr erwarten als im Schaufenster ist. Kann man nicht? Oh doch man kann, nur leider wird diese Erwartungshaltung nur allzu oft enttäuscht und früher oder später lernt man sie kleinzuhalten, sie abzustellen. Doch warum bekommt man hier geboten, was man in Chemnitz vergebens sucht?
Otto Dix findet man in beiden Städten, Alte Meister und Museum Gunzenhauser sind beides tolle Adressen bei denen sich ein verbrachter Tag immer lohnt. Und hier zeigt sich was Dresden kann und Chemnitz fehlt. Beim Kauf einer Karte für die Alten Meister sind die Neuen Meister und die Skulpturensammlung inklusive. Unbetrachtet ob man sie sehen möchte, man kann. In Chemnitz kann man leider nicht es fehlt allein schon an mehr Museen. Selbst wenn man also nicht will, allein die Möglichkeit bei Bedarf zu können ist unwahrscheinlich viel wert.
Das schönste an Dresden ist das man in allem die Wahl hat. Kleiner Pub oder große Disko? Elbenähe oder Ostragehege? Franchiseunternehmen oder kleines, privates? Sportlich an der Elbe radeln, im Sand sitzen oder in der Wohnung bleiben, mal nichts tun?
Bei Dresden hat man das Gefühl die Stadt sei ständig in Bewegung, doch was viel wichtiger ist, die Menschen sind es. Sie kommen auf dich zu, sie reden mit dir. Sie empfehlen, verweisen, rutschen ins Private ab. Soe quatschen, nehmen einander war, lächeln sich zu oder schütteln den Kopf über die anderen. Doch selbst eben dieser kritische Blick enthält nur eine Meinung, nicht jedoch eine Wertung. Vielleicht ist Dresden durch den häufigen und massenhaften Besuch von Touristen eher daran gewöhnt andere Lebensarten oder generell das Abweichen von der Norm zu tolerieren.Die gesamte Neustadt ist leuchtendes Beispiel für das vermischen fremder Kulturen und Lebensweisen und zeigt ganz klar, dass alle Seiten nur davon profitieren können wenn sie bereit sind aufeinander zuzugehen, miteinander umzugehen. Sicher gibt es Grenzen wo Toleranz aufhört, doch es gibt auch welche wo Rassismus anfängt. Ich habe in Dresden schon viel gesehen, das gehört (noch) nicht dazu. Hoffen wir das es so bleibt und ich auch weiter hier beeindruckende Erfahrungen sammle.

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Letzte Aktualisierung: 27. Jul, 14:06
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